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Filme entschlüsselt – Der Hobbit „Eine unerwartete Reise“

Ich denke viele Zuschauer waren damals zwiegespalten, als plötzlich eine Fortsetzung für „Der Herr der Ringe“ angekündet wurde – bzw. eine Vorgeschichte. Zum einen Freude im Gemüt vieler treuer Fans – oder sollte ich sagen „treuer Gefährten“ – und zum anderen hohe Erwartungen; unzählige offene Fragen und grundsätzlich kritische Augen, wie jene der Zwerge vom Erebor, wenn sie Ihre Edelsteine in den mächtigen Schatzkammern des Königreiches begutachteten und jeden noch so kleinen Fehler ausfindig machten.

Doch schnell wurde klar, dass auch diese Geschichte in Perfektion von Peter Jackson und seinem hochprofessionellen Team produziert wurde. Ein weiteres Meisterwerk der Filmgeschichte. Und so begann eine neue… besser gesagt: Eine unerwartete Reise für den Zuschauer.

Bilbo Beutling beginnt zu erzählen, was damals wirklich geschah. Gleich zu Beginn bekommt der Zuschauer das mächtige Königreich der Zwerge zu sehen – den Erebor. Von Gold und Edelsteinen durchzogen, ragt es tief in den Berg hinein. Unaufhörlich schürfen die Zwerge nach den Schätzen des Berges, bis plötzlich einer von Ihnen das Herzstück offenlegt: Den Arkenstein. Ein glänzendes Juwel von unbeschreiblicher Schönheit.

Thror – der König von Erebor nannte ihn: Das Königsjuwel: Er sah es als ein Zeichen, der auserwählte König zu sein.

„Doch die Jahre des Friedens und Überflusses waren nicht von Dauer“, spricht Bilbo Beutling.
„Schwermut durchzog die Tage… und Misstrauen trübte die Nächte.“

Nun sieht der Zuschauer die mächtige Schatzkammer des Erebors. Berge gehäuft von Gold und Edelsteinen in jeglichen Formen. Und mittendrin, der König – Thror. Bilbo spricht:

„Thrors liebe zum Gold war zu übermächtig geworden. Eine Krankheit begann in ihm zu wachsen. Eine Krankheit des Geistes. Und wo Krankheit gedeiht… wird Schlimmes folgen!“

Die Szene wechselt zum Hauptthor des Erebors, nahe der Königsstadt Thal – und schnell wird klar, dass sich Etwas Mächtiges nähert.

Thorin, der Sohn vom Zwergenkönig rennt zur Mauer, blickt in den Himmel und spricht sofort:

„Balin – schlag Alarm! Ruf die Wache, sofort!!“
Balin fragt: „Thorin, was ist das?“
Thorin antwortet: „Ein Drache“, dreht sich um blickt von einer Anhöhe in die mächtigen Hallen des Erebors und schreit: „DRACHEEEEEEEEEEEEE!“

Ihr Lieben – oder sollte ich besser sagen: Geliebte Gefährten; lebend auf der Erde doch fühlend ein Teil von Mittelerde… Ich denke, ihr stimmt mir zu, dass die Geschichte, die Tolkien geschrieben hat, mehr als nur faszinierend ist. Eine Geschichte, die uns mitreißt in eine Welt, die unsere Herzen blühen lässt. Man fühlt sich zu gewissen Charakteren und Völkern stark hingezogen und spürt aus irgendeinem Grund eine Verbindung. Elben, Zwerge, Drachen, Zauberer – Intensität, tiefe Gefühle, Poetry und Magie – doch ich frage euch: Ist das alles nur Fantasie?

Ich empfehle grundsätzlich mit dem Herzen zu hören sowie selbst zu recherchieren und sich so seine eigene Meinung zu bilden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man manchmal tief graben muss sowie die eigens aufgesetzten Grenzen des Verstandes sprengen sollte, um mehr von den Geheimnissen des Universums zu erfahren. Man erlebt neue Abenteuer auf seiner Reise, von denen man möglicherweise nicht gedacht hätte, dass dies möglich ist – man könnte auch sagen: Eine unerwartete Reise…

Die Zwerge sind in Aufruhe, nachdem der Königssohn Thorin das Grauen beim Namen nennt.
Völlig unerwartet erschüttert Smaug, ein Feuerdrache aus dem Norden, das Königreich im Berge und beansprucht den unermesslichen Reichtum für sich allein. Kammern gefüllt mit Gold und Edelsteinen aller Art. Die Zwerge versuchen ihre heiligen Schätze zu verteidigen, doch ihre Waffen sind nutzlos gegen die stählerne Haut des Drachen. Smaug wütet durch den Erebor und treibt die Zwerge in die Flucht.

Eben noch badend im Golde und von Fülle überschüttet, ist das Volk vom König Thror nun heimatlos und bettelarm. Die Gier nach dem Golde, geführt und gehortet vom König lockte das Grauen – Smaug – in ihre Heimat.

Nun frage ich euch ihr Lieben, kommt euch das bekannt vor? Wenn man diese Szene metaphorisch betrachtet und die Symbolik begutachtet, ähnelt sie erschreckend stark unserer Geschichte auf der Erde, die wir seit Jahrtausenden erleben.

Nun muss ich ein wenig ausholen…

Die Erde erlebte bereits mehrere Perioden, in denen man von einem „Goldenen Zeitalter“ sprach. Ein Zeitalter voller Fülle; Frieden und Freiheit für die ganze Bevölkerung der Erde. Jene Menschen dieser Zeiten erfreuten sich an vollkommener geistiger und körperlicher Gesundheit. Zudem waren sie sich darüber bewusst, dass sie Söhne und Töchter Gottes sind – ein Teil des einen unendlichen Schöpfers – und Gottes Flamme der Liebe in ihrem Herzen tragen und mit seiner und ihrer Kraft gesegnet sind. Nicht im Sinne von verschiedenen Religionen, sondern im Sinne eines universellen Einheitsgefühls, was bei jedem im Herzen zu spüren war. Ihre Zellen durchströmt von der reinen Elektronenkraft, die Krankheiten stets fern hielt – ihre Energiezentren in Balance und Harmonie – und ihre täglichen Gedanken gefüllt von der Liebe und Weisheit Gottes, wodurch sie die wundervollsten Dinge vollbrachten. Tausende Jahre von Frieden; Fülle und Freiheit prägten die Menschen jener Zeit.

Doch im Laufe der Zeit der Vollkommenheit, vergaßen manche im Anblick der schon so lang andauernden Fülle, die das ganze Volk durchströmte, woher jene eigentlich kam. So wurde der Blick schleichend immer weiter nach Außen gerichtet, anstatt die innere Flamme der Liebe Gottes zu verehren, aus der sie alles Gute empfangen haben – und so gewährten sie dem Grauen Einlass, der ihren Geist benebelte und das Volk in den Missklang trieb.

Gott hat uns den freien Willen gegeben, wodurch wir selbst entscheiden dürfen, wohin wir blicken, wohin wir gehen, welchen Stimmen wir zuhören und was wir erschaffen möchten.

So war es den Menschen jener Zeit selbstverständlich auch freigestellt, wohin sie blicken und was sie zu tun vermögen.

Manche weise Menschen jener Zeit, die unerschütterlich nach innen zu Gott in ihrem Herzen blickten und sich so nicht von der äußeren Scheinwelt trügen ließen, warnten das Volk vor der Verführung der Dunkelheit, der sie sich langsam hingaben und somit öffneten. Doch sie hörten nicht… und so überkam sie der Missklang.

In kürzester Zeit veränderte sich der Zustand auf der Welt drastisch zum Negativen – nicht nur innerhalb des Volkes, sondern auch in der Natur. Überschwemmungen, Vulkanausbrüche und allgemein Naturkatastrophen überkamen die Menschheit, wodurch das goldene Zeitalter zerbrach und Leid den Zustand der damaligen Zeit prägte. Leid, dass sich über viele Jahrhunderte zog – die Menschheit musste wieder von vorne anfangen und vergaß, wer sie in Wirklichkeit waren. In die Flucht getrieben wurden sie von dem Grauen, dem sie unwissend Einlass in ihre Heimat, in ihr Bewusstsein gaben – Das Grauen, dass sie heimatlos und bettelarm machte…

Smaug – ihr Lieben – steht symbolisch für genau diese Dunkelheit, die ihren Weg in unser Bewusstsein findet, wenn wir nicht aufpassen. Die Gier der Zwerge, besonders des Königs nach ihrem geliebten Gold, steht symbolisch für den Blick zur äußeren Scheinwelt, die uns von unserem inneren Kern, aus dem alles Gute entspringt, ablenkt; unsere Sinne benebelt und uns früher oder später in den Ruin treibt.

Betrachten wir den Zustand unserer heutigen Zeit – den Zustand in unserer Gesellschaft, so erkennt man deutlich, welche Kräfte sich in unser Bewusstsein eingeschlichen haben und besonders, welches Grauen in die Köpfe vieler Menschen in Führungspositionen eingedrungen ist. Macht wird über das Wohl des Menschen gestellt und Manipulation wird auf höchster Ebene in Bereichen wie Medien; Politik und Religion betrieben. Das Bewusstsein der Menschheit wird so sehr benebelt, dass viele gänzlich vergessen haben, wer wir in Wirklichkeit sind und was unser durch Gott gegebenes Geburtsrecht ist, nämlich Fülle; Frieden und Freiheit für alle – so, wie es in den goldenen Zeitaltern erlebt wurde.

Doch so wie auch Smaug nicht ewig im Erebor hauste werden auch jene Menschen der Erde in Führungspositionen, die Macht und Geld missbrauchen, um Missklang und Unterdrückung zu erzeugen, eines Tages fallen. Ihre Lügen werden immer offensichtlicher und lächerlicher, bis zu einem Punkt, wo wir als Kollektiv zu dem Wahnsinn „Nein!“ sagen und unser durch Gott gegebenes Geburtsrecht einfordern – so wie die Zwerge des Erebors ihre Heimat zurückeroberten.

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