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Der Konstrukteur der Matrix

 Ich befand mich mit einer Gruppe von Menschen in einem großen Kellerkomplex. Manche Gesichter waren mir bekannt, die anderen „schienen“ neu zu sein. Wir sind dort unten irgendeiner Aktivität nachgegangen – was genau, ist für mich noch ungewiss. Vom Gefühl her wirkte es ein wenig, als hätten wir eine Aufgabe erledigt/ an etwas gearbeitet.

Ab einem gewissen Punkt war es für alle Anwesenden Zeit zu gehen. Bevor wir jedoch den Keller verließen, ging eine Dame nochmal zurück zu einem gewissen Raum und stellte fest, dass dort noch Licht brannte. So knipste sie es aus, drehte sich um und wollte gerade gehen, da ging das Licht „von allein“ wieder an. Sie versuchte erneut es auszuschalten, doch nichts geschah. Da kam plötzlich ein Mann aus dem Raum – schätzungsweise Mitte 40, mit abgetragener weißer Kleidung, wie jemand, der gerade aus einer Psychiatrie ausgebrochen ist. Die Atmosphäre wechselte augenblicklich zu starker Anspannung. In unseren Köpfen war nur noch ein Gedanke: „FLIEHT!!“ So rasten wir wie wilde Hühner die Kellertreppe hinauf, in panischer Angst vor dem unbekannten Mann. Ich gab ihm den Namen: Der Kurator.

Es war keine gewöhnliche Flucht. Der Kurator schien die Regeln der Realität verändert zu haben. Sprich, wenn wir ans Rennen dachten, geschah das Gegenteil und wir blieben stecken. So mussten wir die skurrilsten Gedanken in unseren Köpfen formen, fernab von den Normen, die uns über Jahre in der Gesellschaft aufgesetzt worden sind, um erfolgreich zu fliehen/ voranzukommen. Es war eine verrückte Flucht, das kann ich euch sagen. Ich erinnere mich an einen meiner Gedanken, in denen ich mir vorstellte, ein Panther zu sein. Die Regel lautete: „Bloß anders Denken als bisher gelernt, um zu entkommen.“

Wir sind in einen neuen Bereich eingetreten: Das Einkaufszentrum. Es galt nun, den Kurator zu finden, damit das Drama aufhört. Wieder erinnere ich mich an eine Szene, in der ich mit einem alten Schulkameraden zwischen verschiedenen Artikeln stand. Ich schaute ihn an, sagte irgendetwas und gab ihm plötzlich eine Backpfeife. Doch nicht weil ich das wollte, sondern weil die Regeln der Matrix verändert wurden. Das Rennen ging weiter:

Wir düsten durch die großen Räumlichkeiten des Einkaufszentrums, mit nur einem Ziel: „Finde den Kurator!“ – Wie verrückt rannten wir umher, denn wir wussten, die Zeit läuft ab – wir mussten uns beeilen! Plötzlich sah ich ihn, den Kurator. Er versteckte sich bei einem schwarzen Klavier. Ich berührte ihn einmal, wie beim Kinderspiel „Fangen“ und dann wachte ich auf…

Sogleich machte ich mich an meine Notizen und dokumentierte den Traum auf einem kleinen Blatt Papier, im Antlitz des ruhigen Nachthimmels. Der Kurator erschien mir zweifelsfrei als der Konstrukteur der Matrix. Er formte die Regeln und gab sein Bestes, damit wir der Matrix ja nicht entfliehen. Um dies zu schaffen, musste man umdenken – und ich denke, das ist genau der Punkt, den es auch hier (in der Realität, in der ich gerade zu euch schreibe) zu verstehen gilt. Wir müssen umdenken, fernab von den falschen Normen und Glaubenssätzen der Gesellschaft, um dem Matrixkonstrukt zu entfliehen. Was in der Matrix als normal angesehen wird ist eigentlich eine Perversion der Normalität und sollte besser „Versklavung“ genannt werden – denn die Suggestionen  der Matrix versklaven den Menschen und halten somit einen illusionären Zustand der Angst aufrecht, von dem sich die negativen Wesen ernähren (Genannt: „Loosh“). Um dem zu entkommen, gilt es seinen Verstand neu zu programmieren, mit Glaubenssätzen, die eine aufbauende, positive Welt erschaffen – mit Glaubenssätzen, welche die Wahrheit verankern und eben NICHT eine Lüge aufrechterhalten. Ich denke, ihr wisst genau, was ich meine.

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